Chronik der BMK Vorderthiersee

Die Gründung

Die Bundesmusikkapelle Vorderthiersee führt ihre Gründung auf das Passionsgelübde im Jahre 1799 zurück und feierte gemeinsam mit dem Passionsspielverein Thiersee im Jahre 1999 ihr 200-jähriges Bestandsjubiläum.

Die Untermalung der Passion gewann immer mehr an Bedeutung und stellte demzufolge immer höhere Anforderungen an die Mitwirkenden. Die einzelnen Register, insbesondere die Streicher, konnten oftmals nicht aus den eigenen Reihen allein besetzt werden. Dies führte zu einer Neukomposition der Passionsmusik für Bläser im Jahr 1971 durch Prof. Ernst Payr und zu einer Neuarrangierung der Gollermusik aus dem Jahre 1927 für Bläser durch Musikdirektor Max Greiderer.

Die Anfänge

Der Aufmarsch einer Kompanie Thierseer Schützen „mit fliegender Fahne und türkischer Musik“ anläßlich der Rückgabe der Festung Kufstein seitens der Bayern an Österreich am 7. Juli 1814 dürfte die erste urkundliche Erwähnung der Musikkapelle darstellen (Innsbrucker Stadtarchiv, Pestarchiv II/454). 

Auf einem Rechnungsblatt aus dem Jahre 1816 wurde dokumentiert, dass unsere BMK bereits "Thirkische Musick Instrumenter" wie Trommeln, Hörner, Fagott, Trompeten und eine Orgel mitsamt Kasten zur Verstauung der genannten Instrumente kaufte, damit die Passionsspiele musikalisch umrahmt werden konnten.

Die Nachkriegszeit

Als der Zweite Weltkrieg auch in die Zahl der Musikanten arge Lücken riss, konnte oftmals nur unter Zuhilfenahme von Kräften anderer Kapellen ausgerückt werden.
Unter der Leitung von Anton Gruber und Kapellmeister Matthias Pirchmoser wurde 1947 wieder eine eigenständige Musikkapelle aufgebaut, um deren spätere Betreuung sich Schuldirektor Hermann Rieser und Georg Marksteiner sehr verdient gemacht haben.

 

Der Neubau

Am 28.09.1963 wurde der Spatenstich für das neue Musikhaus vorgenommen. Die Errichtung des Probelokales war nur durch zwei große Gönner möglich. Den Baugrund stellten Franz und Margarethe Seethaler - „Kirchenwirt“ kostenlos zur Verfügung. Zur Finanzierung streckte der damalige Obmann Matthias Pirchmoser „Schmiedwirt“ der Kapelle leihweise ÖS 20.000,00 vor. Die Planung erfolgte durch Franz Gruber (vulgo „Stasä-Franz).

Innerhalb von 6 Wochen stand bereits der Rohbau - das benötigte Holz 63 fm wurde von den Bauern gespendet. 1964 war das neue Probelokal fertig - insgesamt leisteten die Musikanten 2.154 freiwillige Arbeitsstunden - die Gesamtkosten inkl. Heizung betrugen damals ÖS 102.515,86. 

Eckpunkte der letzten Jahrzehnte...

Bilder aus vergangenen Zeiten